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Geschäftsreise-Jahr 2026: Darauf sollten die Travel Manager besser nicht vergessen

Das Geschäftsreise-Jahr 2026 wird diejenigen belohnen, die gut vorbereitet sind. Davon sind die Experten bei BCD Travel überzeugt. Daher sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um Risikopositionen, Lieferantenstrategien, Hotelbeschaffungszyklen und Nachhaltigkeitsrahmen zu überprüfen.

|  Foto: shutterstock / ImageFlow

Generell sollten sich die Travel Manager im Jahr 2026 auf ein Umfeld einstellen, in dem sich einige grundlegende Aspekte der Geschäftsreiseprogramme schneller verändern könnten als erwartet – von Risiko und Preis bis zu Richtlinien und Nachhaltigkeit. Der "Travel Market Report: 2026 Outlook" von BCD Travel prognostiziert jedenfalls, dass 2026 von Datentransparenz, proaktiver Planung und einer intelligenteren Lieferantenstrategie geprägt sein wird. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Report im Überblick:

1 | Sechs Risiken, die man 2026 im Auge behalten sollte

Die miteinander verbundenen Risiken werden Geschäftsreisen im Jahr 2026 nicht nur erschweren, sondern auch die gesamte Risikolandschaft erweitern, mit der sich Unternehmen auseinandersetzen müssen, um die Sicherheit ihrer Geschäftsreisenden zu gewährleisten und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten:

  • Wetterbedingte Störungen
  • Geopolitische Instabilität
  • Der „Peitscheneffekt“ der Visa- und Grenzpolitik
  • KI-beschleunigte Desinformationskrisen
  • Unvorhersehbare Krankheitsmuster
  • Engpässe und Verfügbarkeitsprobleme bei Großveranstaltungen

Organisationen sollten ihre Krisenpläne daher erweitern, um mehrere gleichzeitig auftretende Störungen zu berücksichtigen – eine Fähigkeit, die im BCD-Ausblick hervorgehoben wird. Bewertungen von Programmen zur Reisesicherheit und die Echtzeit-Überwachung von Vorfällen gehören zu den Instrumenten, die Programme priorisieren sollten, um ihre Resilienz zu stärken.

2 | Flugpreise: Moderates Wachstum verlangt Strategie

Die globalen Flugpreise werden 2026 voraussichtlich um durchschnittlich 1,1% steigen, wobei regionale Unterschiede die Komplexität beeinflussen. Die höhere Inflation in Afrika und Asien – in Verbindung mit dem Druck durch die NDC-gesteuerte Tarifbündelung – wird die Preisgestaltung darüber hinaus anspruchsvoller gestalten als bisher angenommen. Zu den wichtigsten Bedenken, die im Ausblick genannt werden, gehören sinkende Vertragswerte, Treibstoffzuschläge und Programmverluste – allesamt Notwendigkeiten für stärkere Beschaffungsstrategien.

3 | Hotelpreise steigen - in einigen Märkten beschleunigt

Die globalen Hotelpreise werden 2026 voraussichtlich um 4,9% steigen. Schwankungen ergeben sich durch die Lohnkosten, einen Anstieg des Tourismus und Steueränderungen. Märkte wie Japan, die Türkei und der Nahe Osten werden voraussichtlich die stärksten Zuwächse verzeichnen. Reiseprogramme sollten frühere Verhandlungszyklen in Betracht ziehen, um sich Kontingente zu sichern und Preiserhöhungen (Advanced Daily Rate) zu vermeiden.

4 | Der Kostendruck bei den Mietwagen nimmt zu

Reparaturverzögerungen, Anschaffungskosten und städtische Zuschläge treiben die Preise auf dem Mietwagenmarkt weiterhin im prognostizierten Bereich von 2% bis 4% in die Höhe. Geschäftsreiseprogramme sollten daher die Gewinnschwellen zwischen Mietwagen, Mitfahrgelegenheiten und Taxis in Märkten mit hohen Kosten ermitteln. Im BCD-Ausblick wird eine vergleichende Modellierung empfohlen.

5 | Nachhaltigkeit ist operative Praxis – keine Zielsetzung

Die im BCD-Bericht aufgezeigte Lücke zwischen Anspruch und Realität ist weiterhin erheblich: Nur 9% der Unternehmen erheben CO2-Gebühren und lediglich 15% investieren in nachhaltigen Flugtreibstoff (SAF). Es ist zu erwarten, dass Nachhaltigkeit künftig stärker in die operative Planung einfließen wird - mit einem größeren Fokus auf revisionssichere Daten und glaubwürdige Berichtsrahmen. Bei der Zukunft des verantwortungsvollen Reisens geht es jedenfalls nicht nur um die Reduzierung von CO2-Emissionen – es geht auch darum, einen messbaren geschäftlichen Mehrwert zu schaffen. (red)





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